Bangladesch

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Der Staat Bangladesch ist seit 1971 unabhängig von Pakistan und der Name bedeutet übersetzt das Land der Bengalen. Die südasiatische Republik Bangladesch grenzt im Süden an den Golf von Bengalen, im Südosten an Myanmar und ist an den übrigen Grenzen von Indien eingekreist. In Bangladesch kann man das  größte Deltagebiet der Welt erforschen und einmalige Eindrücke von einem Land mit Jahrhunderte alter Kultur und Zivilisation, einer exotische Tierwelt und unberührte Naturgebiete bekommen.

Die Gesamtfläche von Bangladesch beträgt 144000 km² ( doppelt so groß wie Bayern ), davon bestehen 133910 km² aus Land und 10090 km² aus Wasserfläche. Die Landkarte zeigt eine Landesgrenze von insgesamt 4246 km.

Bangladesch verfügt über tropisches Klima und man kann grob zwischen drei Jahreszeiten unterscheiden: Zwischen Ende Mai und Anfang Oktober herrscht die Monsunzeit mit viel Regen, die Zeit von Mitte Oktober bis Ende Februar ist die kalte Saison und die heiße Jahreszeit geht von Mitte März bis Ende Mai, in der es oft extrem heiß und feucht ist und die Wahrscheinlichkeit tropischer Wirbelstürme und Überflutungen sehr hoch ist.
Während des Monsuns steigt der Wasserpegel normalerweise sechs Meter über den Meeresspiegel an, zwei Drittel des Landes werden überflutet.
Die Überschwemmungen werden noch erheblich schlimmer, wenn die Flüsse Ganges, Jamuna und Meghna, die in Bangladesch ein riesiges Delta bilden, durch die Schneeschmelze im Himalaja und heftige Regenfälle in Indien anschwellen.
Über der Bucht von Bengalen bilden sich dann auch regelmäßig Zyklone, die in den flachen Küstengebieten mitunter verheerende Schäden anrichten

Bangladesch steht aber auch für eine Jahrhunderte alte Zivilisation und ein reichhaltiges kulturelles Erbe. Die lebendige Hauptstadt Dhaka ist für die faszinierende Baukunst aus der Mogulperiode und ihre zahlreichen Moscheen bekannt. . Die 5-Millionen-Hauptstadt Dacca schneidet fast den nördlichen Wendekreis.
Knapp 30 Kilometer entfernt von der Megastadt befindet sich die alte bengalische Hauptstadt Sonargaon, die viele Relikte und Bauwerke aus alten Dynastien bereithält.
Auch die älteste archäologische Stätte des Landes in Bogra ist sehenswert, dort befindet sich die antike Stadt Pundurunagar .

Sundarbans an der Südwestküste verfügt über ein riesiges Mangrovengebiet mit einer exotischen Tierwelt, zu der auch der berühmte Bengalische Tiger gehört.

In Cox´s Bazar an der Ostküste erstreckt sich entlang an dschungelartigen Hügeln mit 120 Kilometern Länge der längste durchgehende Sandstrand der Welt.

In Sylhet im Tal der Khasia Berge kann man sich bei der Besichtigung riesiger Teeplantagen umgeben von tropischen Wäldern vergewissern, dass Bangladesch nicht ohne Grund als das Land des Tees gilt.
Die höchste Erhebung liegt 1230 m über dem Meeresspiegel in den Bergen von Khasi und Jaintia.

Das Land selbst jedoch ist rohstoffarm und besitzt kaum Möglichkeiten, eine Industrie aufzubauen.
Jute ist eines der Hauptexportprodukte, Tee sowie Erdgasvorkommen tragen dazu bei, ein Mindesteinkommen zu ermöglichen und die Energieversorgung des Landes, soweit die Infrastruktur dies ermöglicht, zu gewährleisten.
Die Bevölkerungsstruktur ist relativ einheitlich, denn rund 90% der Einwohner sind Bengalen, die Bengali, die Landessprache, sprechen.

Mit 158,5 Millionen Einwohnern steht Bangladesch in der Liste der Landesbevölkerungen an siebter Stelle und ist mit einer Bevölkerungsdichte von mehr als 1074 Menschen je Quadratkilometer der am dichtesten besiedelte Flächenstaat der Welt.

Bangladesch gehört mit seinem BIP pro Kopf zu den ärmsten Ländern der Erde.
Fast 65 Millionen Menschen, das sind ca 43% der Gesamtbevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze, und müssen mit weniger als 800 Kalorien pro Tag auskommen.